Der menschliche Körper ist in jedem Moment aktiv — auch wenn nach außen nichts davon sichtbar ist. Millionen Zellen erneuern sich fortlaufend, und gleichzeitig wird in jeder einzelnen Zelle Energie aus der Nahrung gewonnen. Beide Vorgänge laufen ohne bewusste Steuerung ab und hängen von einer Vielzahl biochemischer Reaktionen ab.
Für zwei dieser Reaktionswege — den Energiestoffwechsel und die Zellteilung — sind bestimmte Mineralien von dokumentierter Bedeutung. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat wissenschaftliche Gutachten zu Eisen und Magnesium veröffentlicht, auf deren Grundlage die EU-Kommission entsprechende gesundheitsbezogene Angaben zugelassen hat.
Im Folgenden werden beide Mineralien getrennt betrachtet — mit Blick auf ihre jeweilige Funktion im Energiestoffwechsel und bei der Zellteilung.
Wissenschaftliche Fakten zu 2 Mineralien — gemäß EU-Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Zum LeitfadenJede der folgenden Angaben ist einem einzelnen Mineral zugeordnet und stützt sich auf die Verordnung (EU) Nr. 432/2012.
Eisen ist ein Spurenelement, das im Körper vor allem als Bestandteil von Hämoglobin und zahlreichen Enzymen vorkommt. Es ist an der Übertragung von Elektronen in der Atmungskette beteiligt — einem Schritt der zellulären Energiegewinnung — und wird zudem für die Bildung neuer DNA-Stränge im Rahmen der Zellteilung benötigt. Fleisch, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte zählen zu den bekannten Eisenquellen.
Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Magnesium ist an der Aktivierung von ATP beteiligt, dem primären Energieträger der Zelle, und spielt eine Rolle bei der Stabilisierung der DNA während ihrer Verdopplung. Nüsse, Vollkorngetreide und grünes Blattgemüse gehören zu den Lebensmitteln mit nennenswertem Magnesiumgehalt.
Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Energiestoffwechsel und Zellteilung wirken auf den ersten Blick wie zwei getrennte Themengebiete. Auf zellulärer Ebene teilen sie sich jedoch einen Überbau aus Enzymen, Cofaktoren und Transportmolekülen, an dem Eisen und Magnesium jeweils an unterschiedlichen Stellen beteiligt sind.
In den Mitochondrien, den Kraftwerken der Zelle, ist Eisen Bestandteil von Häm- und Eisen-Schwefel-Clustern, die in der Atmungskette für den Elektronentransport benötigt werden. Cytochrome — eisenhaltige Proteine — übertragen dabei Elektronen von einem Komplex zum nächsten, bis schließlich ATP als nutzbare Energieform entsteht. Fällt dieser Elektronentransport aus, kann die Zelle nur eingeschränkt Energie gewinnen.
ATP, das Molekül, das Energie innerhalb der Zelle transportiert, liegt biologisch fast ausschließlich als Magnesium-ATP-Komplex vor. Magnesium neutralisiert die negative Ladung der Phosphatgruppen des ATP und macht das Molekül dadurch erst für Enzyme zugänglich, die es im Rahmen der Glykolyse und des Citratzyklus verarbeiten. Ohne ausreichend Magnesium verlangsamt sich die enzymatische Verarbeitung von ATP messbar.
Die Zellteilung ermöglicht dem Körper, beschädigte oder abgenutzte Zellen kontinuierlich zu ersetzen. Vor jeder Teilung muss die komplette DNA einer Zelle verdoppelt werden — ein Vorgang, an dem verschiedene Enzyme und deren Cofaktoren beteiligt sind. Eisen ist etwa Bestandteil der Ribonukleotid-Reduktase, eines Enzyms, das die Bausteine für neue DNA-Stränge bereitstellt. Magnesium wiederum ist an der Aktivität der DNA-Polymerase beteiligt, die die genetische Information kopiert.
Der Leitfaden vertieft die Zusammenhänge zwischen Eisen, Magnesium, Energiestoffwechsel und Zellteilung anhand zusätzlicher Tabellen und Quellenangaben.
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